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Dr. med. Ute Schwarze-Reck | Augenärztin | Augenarzt | Berlin Lankwitz | Logo: Auge

Dr. med. Ute Schwarze-Reck | Augenärztin | Augenarzt | Berlin Lankwitz | Foto: Sonnenaufgang am Meer | Schweden

Ihre Augen liegen uns am Herzen.

Mit dem Argon-Laser können auf elegante Weise verschiedene Netzhauterkrankungen (wie zum Beispiel Vorstufen einer Netzhautablösung oder eine fortgeschrittene diabetische Retinopathie) und das Glaukom (mit der Argon-Laser-Trabekuloplastik) behandelt werden.

Ein Lasergerät erzeugt ein spezielles, gebündeltes Licht, das in der Augenheilkunde gerne verwandt wird, um spezielle Strukturen des Augapfels zu behandeln, ohne dabei das Auge zu eröffnen. Diese Eingriffe sind risikoärmer, da Infektionen und ein plötzlicher, gefährlicher Druckabfall im Auge unmöglich sind.

Mit dem Argon-Laser (hier wird das spezielle Laserlicht durch in einer Röhre befindliches Argon-Gas erzeugt) behandeln wir dünne Stellen der Netzhaut oder Netzhautlöcher. Diese stellen Vorstufen einer Netzhautablösung (Amotio retinae, lochbedingte = rhegmatogene Amotio retinae) dar. Bei einer Netzhautablösung gelangt flüssiger Glaskörper durch einen Defekt der Netzhaut (der „inneren Tapete“ im Augapfel) unter die Netzhaut und hebt diese fortschreitend ab. Dies führt zu einem Untergang der Sinnesrezeptoren, erst zu Gesichtsfeldausfällen, dann zum kompletten Sehverlust. In solch einem Fall kann meist auch mittels einer aufwändigen Netzhautoperation nicht mehr das Ausgangssehvermögen und nicht mehr die Lesefähigkeit zurückgewonnen werden.

Daher legen wir großen Wert darauf, unsere Patientinnen und Patienten über die Alarmsymptome eines Netzhautrisses oder einer Netzhautablösung aufzuklären:

  • Blitze
  • wandernde schwarze Punkte
  • Schatten
  • Gesichtsfeldausfälle.

Sollte sich dann bei Untersuchung in der Praxis ein Netzhautloch oder eine dünne Stelle der Netzhaut mit Zug des Glaskörpers (Netzhautdegeneration mit Glaskörpertraktion) herausstellen, so haben wir die Möglichkeit, noch an demselben Tag die Laserbehandlung durchzuführen.

Bei einer Operation mit dem Argon-Laser sitzt der Patient an einer Spaltlampe. Nachdem die Hornhaut mit Augentropfen betäubt worden ist, wird ein Kontaktglas aufgesetzt. Das Laserlicht wird durch das Kontaktglas auf die zu behandelnde Stelle gelenkt (mit Hilfe eines grünen Zielstrahls). Die Laserbehandlung erfolgt in zahlreichen Laserschüssen, die wie kurze Blitze wahrgenommen werden, ist in der Regel schmerzfrei und dauert einige Minuten.

Mit diesen Laserschüssen werden die zu behandelnden Netzhautveränderungen zirkulär umstellt. Bei den Lasereffekten handelt es sich um kleine umschriebene Koagulationsherde, durch die innerhalb von zwei Wochen die Netzhaut fest mit der darunterliegenden Aderhaut verklebt. Von dieser Stelle kann dann zeitlebens keine Netzhautablösung mehr ausgehen.

Die fortgeschrittene diabetische Netzhauterkrankung stellt eine weitere Indikation für eine Argon-Laserbehandlung dar. Bei der proliferativen diabetischen Retinopathie werden Anteile der Netzhaut infolge der diabetischen Gefäßschäden nicht mehr genügend mit Sauerstoff versorgt. Die Netzhaut versucht sich selbst zu helfen, indem sie bestimmte Substanzen (vasoproliferative Faktoren) produziert, die zu einer Neubildung von Blutgefäßen führen. Nach der Geburt kann die Netzhaut aber keine gesunden Gefäße mehr bilden. Stattdessen werden krankhafte, leckende, wild wuchernde Blutgefäße gebildet, die zum Austritt von Blut in den Glaskörper führen, die wieder vernarben können und dann – diesmal durch Zug auf die Netzhaut- eine Netzhautablösung (Traktionsablatio) mit Sehverlust verursachen.

Die Argon-Laserbehandlung verhindert diese für das Sehvermögen fatale Entwicklung, indem durch eine disseminierte (viele nach einem bewährten Muster verteilte) Laserkoagulation der Netzhaut die mit Sauerstoff minderversorgten Areale der Netzhautperipherie zerstört werden. Dies kann zwar zu einer Gesichtsfeldeinschränkung führen, ist aber bisher die einzige Möglichkeit, das zentrale Sehvermögen zu erhalten.

Das Weitwinkelglaukom oder chronisches Offenwinkelglaukom kann ebenfalls mit dem Argon-Laser behandelt werden. Der Augeninnendruck wird bestimmt durch das Verhältnis von Produktion des Kammerwassers im Ziliarkörper und Abfluss des Kammerwassers im Kammerwinkel (im Trabekelwerk). Durch gezielte Lasereffekte im Trabekelwerk wird der Abfluss verbessert und der Augendruck gesenkt. Das Vorgehen ist dabei identisch mit dem bei der Laserumstellung von Netzhautlöchern beschriebene, nur wird hier eine andere Struktur des Augapfels behandelt.